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Münchhausen

© Arno Declair

Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm: Milan Peschel wartet auf Münchhausen. Und das macht er mit Vergnügen – er hat die ganze Bühne für sich. Fabuliert und kalauert über sich als Figur, über
Eitelkeit, Theater und das chronische Hochstaplergefühl. Armin Petras wird mit diesem Monolog wohl nicht in die Theateranalen eingehen, aber Jan Bosse inszeniert doch einen konsequenten Showdown mit vielen aberwitzigen Anspielungen. 

Der Abend strotzt vor Zitaten und man begegnet unter anderen dem Grafen Wronski, den Peschel vor ein paar Jahren in Jan Bosses Anna Karenina-Inszenierung spielte. Der kaugummikauende Frank Castorf kommt vor, Martin Kippenberger und Woody Allen.
»Die Ewigkeit dauert lange, besonders zum Ende hin«, zitiert Peschel. Das Zitat sitzt.


Deutsches Theater Berlin
So 11. Oktober 2015, um 18 h
Fr 16. Oktober 2015, um 20 h
Do 29. Oktober 2015, um 20 h



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